Jedes Hungern gleichgültig ob ständig oder nur zeitweise, hat immer Auswirkungen auf Körper und Seele.


Einstellungen und Verhalten

  • übermäßiges Beschäftigen mit Nahrung
  • steigender Konsum an Kaffee, koffeinhaltigen Getränken, Tee, Gewürzen
  • Sammeln von Speisekarten, Kochrezepten, Kochbüchern
  • ungewöhnliche Essgewohnheiten
  • Horten von Nahrungsmitteln
  • Stehlen von Nahrungsmitteln
  • Fressattacken bzw. Heißhungeranfälle


Kognitive Veränderungen

  • verminderte Konzentrations- und Auffassungsfähigkeit
  • Arbeitsschwierigkeiten
  • herabgesetztes Urteilsvermögen
  • Entscheidungsschwierigkeiten
  • Teilnahmslosigkeit


Gefühlsmäßige und soziale Veränderungen

  • Depression
  • Angst
  • Erregbarkeit, Wut, Nervosität, Gereiztheit
  • Labilität
  • Persönlichkeitsveränderungen
  • Unfähigkeit, Vergnügen zu empfinden
  • Verlust von Freundschaften
  • soziale(r) Rückzug/Isolierung


Körperliche Veränderungen

  • Schlafstörungen
  • Schwäche, Müdigkeit
  • Schwindel, Kopfschmerz
  • Magen- und Darmbeschwerden
  • Herz-Kreislaufstörungen (niedriger Blutdruck, niedrige Herzfrequenz)
  • Überempfindlichkeit gegenüber Licht und Geräuschen
  • Ödeme
  • Hypothermie (abnormal niedrige Körpertemperatur) - unter 36,6 Grad Celsius)
  • abnorme Körperempfindungen (Kribbeln, Prickeln, Taubsein)
  • verminderter Grundumsatz (bis zu 40 %)
  • Zyklusstörungen, Amenorrhoe
  • Haarausfall, trockene Haut, kalte Hände
  • Mundgeruch (Aceton)
  • herabgesetztes sexuelles Verlangen
  • Hypercholesterinämie (Erhöhung des Cholesterinspiegels)
  • Leichte Anämie
  • Leukopenie (Mangel an weiße Blutkörperchen)
  • Erhöhung des Harnstoffes infolge Dehydrierung
  • Osteoporose (Knochenbrüchigkeit)
  • Reduzierte Hormonbildung (Östrogene, Testosteron, FSH, LH, T3)
  • Erhöhung von ACTH, Cortisol
  • Zink-, Magnesium-, Phosphatmangel
  • Bradykardie (verlangsamter Herzschlag)
  • Hypotension (erniedrigter Blutdruck)

(modifiziert nach: Keys et al (1950), Diedrichsen I. (1990))